06 May 2026, 16:12

Braunschweig plant lebendiges Kreativviertel am Großen Hof – Stadtrat entscheidet über 60-Millionen-Projekt

Ein detaillierter Stadtplan mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, umgeben von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant lebendiges Kreativviertel am Großen Hof – Stadtrat entscheidet über 60-Millionen-Projekt

Braunschweig treibt Pläne zur Umgestaltung des Großen Hofs zu einem lebendigen Stadtquartier voran. Die Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, das Viertel als Sanierungsgebiet auszuweisen, um langjährige Vernachlässigung und Unterauslastung zu bekämpfen. Ein entscheidender Schritt steht am kommenden Dienstag an, wenn der Stadtrat über die Zukunft des Projekts abstimmt.

Der Große Hof hat sich seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg kaum verändert. Zwei Schulen wurden geschlossen, und große Flächen werden heute als Parkplätze genutzt. Die Lage am Rande der Innenstadt unterstreicht die Dringlichkeit des Handelns.

Die Neugestaltung orientiert sich an einem preisgekrönten Entwurf des Hamburger Architekturbüros, der 2024 im Wettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ siegte. Vorgesehen sind ein autoreduziertes Kreativviertel, neue Wohngebäude und eine Quartiersgarage. Zudem sollen Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen sowie soziale Infrastruktur reserviert werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt hat bereits 7,9 Millionen Euro bewilligt und wird zusätzliche Fördermittel über das Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen. Bei Genehmigung könnte das Projekt einen Wendepunkt für das Viertel markieren.

Die anstehende Abstimmung im Stadtrat wird entscheiden, ob das Vorhaben vorankommt. Bei Erfolg könnte die Umgestaltung den Großen Hof zu einem modernen, gemischt genutzten Quartier verwandeln. Die verbleibenden Kosten würden größtenteils durch Landes- und Bundesmittel gedeckt.

Quelle