Bundesregierung plant 22 Maßnahmen gegen Bahn-Verspätungen bis 2027
Rebekka Langern"Jokergleise" für mehr Pünktlichkeit bei der Bahn - Bundesregierung plant 22 Maßnahmen gegen Bahn-Verspätungen bis 2027
Eine Regierungsarbeitsgruppe hat Pläne zur Bekämpfung der anhaltenden Verspätungen bei der Deutschen Bahn vorgestellt. Die Maßnahmen sollen die Züge für Fahrgäste in ganz Deutschland zuverlässiger machen. Verspätungen sind seit langem ein Ärgernis für Reisende.
Die unter dem Namen "Zuverlässige Bahn" eingesetzte Taskforce schlägt 22 konkrete Schritte vor, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Eine zentrale Neuerung sieht vor, dass Züge minimal früher als im Fahrplan abfahren dürfen. Diese Anpassung soll helfen, Verspätungen im weiteren Verlauf der Fahrt zu vermeiden.
Ab 2027 werden auf ausgewählten Strecken zudem längere Pufferzeiten zwischen den Zügen eingeführt. Die zusätzliche Zeit soll verhindern, dass sich Verspätungen auf nachfolgende Verbindungen auswirken. Noch ist jedoch nicht bekannt, welche Linien oder Regionen von diesen Änderungen betroffen sein werden.
Ein weiterer Ansatz ist die Einrichtung sogenannter "Joker-Gleise" an bestimmten Bahnhöfen. Diese reservierten Gleise sollen den Betreibern mehr Flexibilität für kurzfristige Anpassungen bieten. Ziel ist es, spontane Entscheidungen zu ermöglichen und Engpässe zu verringern.
Die neuen Maßnahmen werden schrittweise zwischen 2026 und 2027 umgesetzt. Frühere Abfahrten, verlängerte Pufferzeiten und flexible Gleisnutzung bilden das Kernstück des Plans. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Schritte Verspätungen reduzieren und die Unzufriedenheit der Fahrgäste in den kommenden Jahren verringern werden.






