China setzt auf deutschen Schleifzug für sein Hochgeschwindigkeitsnetz bis 2027
Bela WinklerChina setzt auf deutschen Schleifzug für sein Hochgeschwindigkeitsnetz bis 2027
China hat dem Unternehmen Vossloh den Zuschlag für die Lieferung eines neuen Hochgeschwindigkeits-Schleifzugs erteilt. Der Deal unterstreicht die Bemühungen des Landes, sein riesiges Schienennetz zu warten, das bereits rund 50.000 Kilometer umfasst. Der für präventive Instandhaltung konzipierte Zug soll den Verschleiß verringern und die Zuverlässigkeit erhöhen.
Der bestellte Schleifzug vom Typ HSG-2 soll im Sommer 2027 ausgeliefert werden. Er wird im Vossloh-Werk in Hamburg gefertigt und speziell für die Wartung von Hochgeschwindigkeitsstrecken angepasst. Diese Technologie wird zunehmend eingesetzt, um die Lebensdauer der Gleise zu verlängern und die Sicherheit zu verbessern.
China betreibt derzeit das größte Hochgeschwindigkeitsbahnnetz der Welt. Bis 2035 soll das Netz auf über 70.000 Kilometer anwachsen. Um diese Expansion zu unterstützen, werden weitere Schleifzüge benötigt, auch wenn die genauen Beschaffungszahlen noch nicht bekannt gegeben wurden.
Hochgeschwindigkeits-Schleiftechnik ist mittlerweile in weiten Teilen des chinesischen Schienennetzes Standard. Zwölf der 18 regionalen Eisenbahnverwaltungen des Landes setzen die Technologie bereits ein. Allein 2021 wurden über 42.000 Kilometer Gleise durch Schleifarbeiten instand gehalten, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Der neue HSG-2-Zug wird die bestehende Flotte Chinas ergänzen und zur langfristigen Netzsicherheit beitragen. Angesichts der laufenden Ausbaupläne bleibt die präventive Instandhaltung ein zentraler Schwerpunkt. Der Auftrag festigt Vosslohs Position als Lieferant kritischer Bahninfrastruktur.






