29 April 2026, 14:18

Energiekrise verschärft globale Ungleichheit: Rekordgewinne für Konzerne, Hunger für Millionen

Liniengraph, der den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier farbige Abschnitte, die verschiedene Brennstoffquellen darstellen, mit prozentualer Aufschlüsselung.

Energiekrise verschärft globale Ungleichheit: Rekordgewinne für Konzerne, Hunger für Millionen

Die globale Energiekrise verschärft sich zusehends – Experten warnen, dass ihre Folgen schwerwiegender und langanhaltender sein werden als frühere Schocks. Milliarden Menschen kämpfen mit explodierenden Spritpreisen, während Ölkonzerne Rekordgewinne verbuchen. Fachleute und Politiker schlagen Alarm angesichts wachsender Hungerprobleme und wirtschaftlicher Instabilität, die mit den stark gestiegenen Preisen einhergehen.

Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), betont, dass die aktuelle Krise gravierendere Auswirkungen haben werde als frühere Energiekrisen. Seine Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen wie BP historische Gewinne melden: Allein im frühen Jahr 2023 verdoppelte sich der Nettogewinn des Konzerns fast und erreichte 2,7 Milliarden Euro. Kritiker werfen den Konzernen vor, die steigenden Kosten an Verbraucher weiterzugeben, während die Profite bei wenigen Großunternehmen verbleiben.

Die Folgen der hohen Ölpreise sind bereits in vielen Bereichen spürbar. Düngemittel, Transport und Lebensmittel sind deutlich teurer geworden – Grundnahrungsmittel werden für viele unerschwinglich. In Nigeria haben die Märkte bereits dramatische Preissprünge erlebt, die Familien in existenzielle Not bringen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schätzt, dass bis Mitte des Jahres bis zu 45 Millionen zusätzliche Menschen von Hunger bedroht sein könnten, sollte sich die Krise weiter verschärfen.

Einige Länder reagieren mit einem beschleunigten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Südkoreas Präsident bezeichnete die Abhängigkeit seines Landes von Öl und Gas als "gefährliche Verwundbarkeit" und treibt den Ausbau der Solarenergie voran. Auch Chinas Exporte von Solarmodulen verdoppelten sich im März – ein mögliches Zeichen für eine beschleunigte Wende zu erneuerbaren Energien. Deutschland wiederum hat durch die im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eingeführte Übergewinnsteuer für Energieunternehmen bereits rund 2,5 Milliarden Euro eingenommen.

Die Krise offenbart tiefe Ungleichheiten: Während Haushalte unter der Kostenlast ächzen, verzeichnen Energieriesen milliardenschwere Gewinne. Regierungen stehen nun unter Druck, die Belastungen für Verbraucher zu mildern und die Energiewende zu beschleunigen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich Hunger und wirtschaftliche Not weiter verschärfen – oder ob politische Weichenstellungen die Schäden noch abfedern können.

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