22 March 2026, 14:18

"Es reicht!" – Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und fordert Konsequenzen

Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang, eine Fahne mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus" schwingend, mit parkenden Fahrzeugen am Straßenrand und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Demonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Es reicht!" – Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und fordert Konsequenzen

"Es reicht!" – Demonstration in Hamburg für mehr Schutz vor sexualisierter Gewalt

Am Donnerstag, dem 26. März, findet um 17:30 Uhr in Hamburg eine Kundgebung unter dem Motto "Es reicht!" statt. Die Organisator:innen fordern wirksamere Schutzmaßnahmen für Betroffene sexualisierter Gewalt sowie konsequente Strafverfolgung für Täter. Die Proteste stehen im Kontext einer aktuellen öffentlichen Debatte über digitale Gewalt, die durch die jüngsten Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen neue Brisanz erhalten hat.

Angekündigt wurde die Veranstaltung von der SPD-Politikerin Annika Urbanski, die sich empört über die Schilderungen eines "virtuellen Vergewaltigungsvorwurfs" durch die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes äußerte. Dessen Berichte, erstmals vom Spiegel veröffentlicht, haben eine breitere Diskussion über digitale und sexualisierte Gewalt ausgelöst. Urbanski betonte, es sei höchste Zeit, die Scham von den Betroffenen auf die Täter:innen zu verlagern.

Der Demonstrationszug startet am Rathausmarkt und wird unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützt. Die Kundgebung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Ulmens Anwalt Christian Schertz mit rechtlichen Schritten gegen die Vorwürfe droht. Berichte über sexualisierte Gewalt in verschiedenen Medien haben die Forderungen nach strukturellen Veränderungen weiter verschärft.

Ziel der Organisator:innen ist es, auf die Dringlichkeit hinzuweisen, sowohl digitale als auch physische Übergriffe zu bekämpfen. Der Fokus der Demonstration spiegelt die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung wider, wie solche Fälle von Institutionen und der Justiz behandelt werden.

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Die Kundgebung soll Aktivist:innen, Politiker:innen und Betroffene zusammenbringen, um mehr Verantwortung einzufordern. Durch juristische Drohungen und mediale Aufmerksamkeit bleibt das Thema präsenter denn je. Die Initiator:innen hoffen, dass die Veranstaltung konkrete politische Reformen und ein größeres gesellschaftliches Bewusstsein vorantreibt.

Quelle