FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück
Bela WinklerFDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück
Daniela Schmitt, Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist als Landesparteichefin zurückgetreten. Ihr Rückzug folgt auf die schwere Niederlage der Partei bei der jüngsten Landtagswahl, bei der die FDP auf nur noch 2,1 Prozent der Stimmen abstürzte. Schmitt hatte die FDP seit April 2025 geführt, nachdem sie die Nachfolge nach einem turbulenten internen Machtkampf angetreten war.
Schmitts politische Laufbahn begann Anfang 30, als sie nach ihrer Tätigkeit als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz zur FDP stieß. 2021 führte sie die Partei als Spitzenkandidatin zu 5,5 Prozent der Stimmen und sicherte damit den Einzug in die SPD-Grünen-FDP-Koalitionsregierung. Als Wirtschafts- und Verkehrsministerin trug sie maßgeblich dazu bei, eine Milliardeninvestition des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in ihre Heimatstadt Alzey zu holen.
Bei der Wahl 2026 brach die Unterstützung für die FDP auf 2,1 Prozent ein – die Partei verlor damit ihre parlamentarische Vertretung. Die CDU siegte mit 31,0 Prozent und beendete die SPD-Regierungszeit, während die AfD mit 19,5 Prozent stark zulegte. Die SPD selbst stürzte auf 25,9 Prozent ab.
Schmitt kündigte an, bei der für Mai geplanten Vorstandswahl nicht mehr anzutreten, und begründete ihren Rückzug mit dem Wunsch, der Partei den Weg in die Zukunft freizumachen. Sie schlug vor, auf dem Landesparteitag am 9. Mai ein neues Führungsteam zu wählen. Trotz des Rückschlags betonte sie, die FDP werde auch außerhalb des Parlaments eine klare liberale Stimme bleiben und daran arbeiten, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.
Ihr Aufstieg zur Parteivorsitzenden war einem erbitterten internen Konflikt gefolgt, ausgelöst durch den Abgang von Volker Wissing und den plötzlichen Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin.
Nach dem Ausscheiden aus dem Landtag steht die FDP nun vor dem Wiederaufbau. Mit Schmitts Rücktritt endet ihre zweijährige Amtszeit als Parteichefin. Im Mai wird die FDP eine neue Führung wählen, die die Aufgabe übernimmt, die Partei in Rheinland-Pfalz wieder zu stärken.






