10 May 2026, 04:12

Gasspeicher in Deutschland steigen – doch Experten warnen vor falscher Sicherheit

Eine Balkendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben und Text, der die Investitionsniveaus angibt.

Gasspeicher in Deutschland steigen – doch Experten warnen vor falscher Sicherheit

Deutschlands Gasspeicherstände steigen um drei Prozentpunkte in zwei Wochen

Trotz einiger Bedenken hinsichtlich der Versorgung betont die Bundesnetzagentur, dass derzeit kein Grund zur Beunruhigung bestehe. Der Präsident der Behörde, Klaus Müller, nahm Stellung zu jüngster Kritik an den Speicherkapazitäten.

Kritiker hatten Zweifel an den deutschen Gasreserven geäußert, doch Müller wies die Forderung zurück, die Speicher müssten bereits bis Mitte Mai vollständig gefüllt sein. Ein solches Ziel sei weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch notwendig. Die Dringlichkeit, wie sie noch in den Vorjahren – insbesondere 2022 und 2023 – bestanden habe, habe nachgelassen.

Die großen unterirdischen Kavernenspeicher Deutschlands könnten bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen aufgefüllt werden. Diese Flexibilität verringert den Druck, kurzfristige Speicherziele zu erreichen. Im vergangenen Winter spielten vier Flüssiggas-Terminals an Nord- und Ostsee eine entscheidende Rolle für die Versorgungssicherheit.

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Zwar bleiben die Gashändler für die Gewährleistung der Versorgung verantwortlich, doch die Haltung der Bundesnetzagentur deutet auf eine Verschiebung der Prioritäten hin. Müller räumte ein, dass die Öffentlichkeit volle Speicher bevorzugen möge, betonte jedoch, dass die aktuellen Füllstände für die Stabilität ausreichten.

Die Einschätzung der Bundesnetzagentur zeigt einen entspannteren Umgang mit der Gasspeicherung im Vergleich zu den Vorjahren. Mit der Unterstützung durch die LNG-Terminals und der Möglichkeit zur schnellen Auffüllung scheint das System gut vorbereitet. Die Händler werden die Bestände weiter überwachen, doch akute Panik gilt als unnötig.

Quelle