Hugo Boss kämpft mit drastischen Umsatz- und Gewinnrückgängen im ersten Quartal 2023
Dorit GierschnerHugo Boss kämpft mit drastischen Umsatz- und Gewinnrückgängen im ersten Quartal 2023
Hugo Boss meldet deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2023
Der Modekonzern Hugo Boss verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen deutlichen Einbruch bei Umsatz und Gewinn. Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, während der operative Gewinn um 42 Prozent einbrach. Die Unternehmensführung rechnet nun für das gesamte Jahr mit weiteren Rückgängen.
Die Probleme des Konzerns zeigen sich in nahezu allen Regionen. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika gingen die Umsätze um 8 Prozent zurück. Wichtige Märkte wie Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich folgten diesem negativen Trend. Auch in den Amerikas verringerten sich die Erlöse um 5 Prozent auf 188 Millionen Euro.
Einzig die Region Asien-Pazifik verzeichnete eine leichte Verbesserung: Hier stiegen die Umsätze um 1 Prozent auf 123 Millionen Euro. Besonders betroffen war die Hauptmarke Hugo, deren Umsatz um 21 Prozent einbrach.
Hugo Boss hat eine neue Strategie mit dem Namen Claim 5 Touchdown vorgestellt, die das Wachstum wiederbeleben soll. Allerdings rechnet das Unternehmen nicht vor 2027 mit spürbaren Fortschritten. Noch in diesem Jahr soll im Rahmen des Umstrukturierungsplans eine neu gestaltete Damenmodekollektion unter der Leitung von Kerstin Dorst auf den Markt kommen.
Die Aussichten für 2023 bleiben düster. Der Konzern prognostiziert einen Rückgang der Jahresumsätze im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Der operative Gewinn wird auf 300 bis 350 Millionen Euro erwartet.
Die Ergebnisse des ersten Quartals unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für Hugo Boss. Angesichts des deutlichen Rückgangs bei Umsatz und Gewinn setzt das Unternehmen auf seine neue Strategie, um die Performance zu stabilisieren. Eine vollständige Erholung wird jedoch frühestens ab 2027 erwartet.






