Hunderte Apotheken in MV schließen für bundesweiten Vergütungsprotest
Bela Winkler80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Hunderte Apotheken in MV schließen für bundesweiten Vergütungsprotest
Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern schließen am Montag im Rahmen eines bundesweiten Protests
Hunderte Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern werden an diesem Montag ihre Türen schließen – als Teil einer bundesweiten Protestaktion. Apotheker fordern von der Regierung längst überfällige Anpassungen der Vergütungssätze. Viele von ihnen beteiligen sich an einer Demonstration in Berlin. Notdienste bleiben jedoch für dringende Fälle geöffnet.
Der Protest kommt nach mehr als einem Jahrzehnt ohne Aktualisierung der Erstattungssätze. Seit 2013 steigen die Kosten für die Apotheken, während die Vergütungsstrukturen eingefroren blieben. Nun planen über 80 Prozent der nicht-notdiensthabenden Apotheken in der Region, für den gesamten Tag zu schließen.
Patienten werden aufgefordert, Routinebesuche auf Dienstag zu verschieben. Wer dringend Medikamente benötigt, findet offene Apotheken über das Online-Portal der Apothekerkammer. Das Bundesland, in dem rund 350 Apotheken ansässig sind, ist auf diese Standorte als wichtigen Teil der dezentralen Arzneimittelversorgung in Deutschland angewiesen.
Auf bundesweiter Ebene hat die Abda, der Deutsche Apothekerverband, die Vorschläge der Krankenkassen für variable Zahlungen – abhängig von Umsatz oder Standort – abgelehnt. Stattdessen besteht man auf eine pauschale Erhöhung des Fixums, der festen Gebühr pro Medikament. Auch die CSU in Bayern drängt auf konkrete Reformen und erhöht so den Druck auf die Bundespolitiker.
Die Schließungen sollen die finanzielle Belastung der Apotheken unterstreichen, die seit 13 Jahren keine Anpassung der Sätze erfahren haben. Zwar bleiben die Notdienste in Betrieb, doch zielt der Protest darauf ab, Bewegung in die Reform der Vergütungsregelungen zu bringen. Sollten die Forderungen unerfüllt bleiben, könnten weitere Streiks folgen.






