18 March 2026, 10:07

Jagd und Angeln: Warum Tierschützer ein bundesweites Verbot fordern

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Menschen, einige zu Pferde, mit einer Flagge im Hintergrund und dem Text "Jagen von Indianern in Florida mit Bluthunden" unten.

Jagd und Angeln: Warum Tierschützer ein bundesweites Verbot fordern

Jagd und Angeln als Hobby in Deutschland stehen zunehmend in der Kritik von Tierschutzorganisationen. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert erneut ein vollständiges Verbot und argumentiert, dass diese Aktivitäten unnötiges Leid verursachen. Sechs Bundesländer haben bereits Schritte unternommen, um ab März 2026 die Jagdverpflichtungen für private Jäger einzuschränken.

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Jährlich töten Hobbyjäger in Deutschland über fünf Millionen Wildtiere und rund 200.000 Katzen. PETA behauptet, dass diese Tötungen keinen ökologischen Nutzen hätten, sondern im Gegenteil soziale Strukturen der Tiere zerstören würden – mit der Folge gesteigerter Reproduktionsraten und verlängerten Leidens. Die Organisation verweist zudem auf ethische Bedenken: Laut Sprecher Peter Höffken fehle der Jagd sowohl die ökologische als auch die moralische Rechtfertigung.

Auch das Angeln gerät zunehmend unter Beschuss. Jäger und Angler verletzen jährlich Millionen von Fischen, die durch Hakenwunden, langes Leiden und langsames Ersticken sterben. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische fühlende Wesen sind, die Schmerzen empfinden, sich im Spiegel erkennen und komplexe soziale Bindungen eingehen können.

In Teilen Deutschlands sind bereits gesetzliche Änderungen in Kraft getreten: Bis März 2026 haben Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Regelungen eingeführt, die Jagdverpflichtungen für Hobbyjäger entweder einschränken oder vollständig verbieten. PETA ruft die Bevölkerung dazu auf, sich nicht an Jagd- oder Anglevents zu beteiligen oder diese zu unterstützen, da sie mit dem Tierschutz unvereinbar seien.

Die Debatte um Jagd und Angeln als Freizeitbeschäftigung in Deutschland dreht sich vor allem um Tierleid und ökologische Folgen. Mit sechs Bundesländern, die bereits Einschränkungen vornehmen, wächst der Druck auf eine bundesweite Reform. PETAs Kampagne zielt auf ein vollständiges Verbot ab – mit dem Argument, dass die aktuellen Gesetze fühlende Tiere nicht ausreichend vor vermeidbarem Leid schützen.

Quelle