K+S setzt auf Windkraft: Direktanschluss revolutioniert Energieversorgung im Werra-Werk
Dorit GierschnerK+S setzt auf Windkraft: Direktanschluss revolutioniert Energieversorgung im Werra-Werk
K+S macht großen Schritt in Richtung Klimaziele: Windpark wird direkt an Werra-Werk angebunden
Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu seinen Klimazielen erreicht: Ein Windpark wurde direkt an das Werra-Verbundwerk des Unternehmens angeschlossen. Damit unterstützt das Vorhaben das Ziel von K+S, bis 2045 klimaneutral zu werden – im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, bezeichnete das Projekt als „voll und ganz im Einklang mit der Unternehmensstrategie“.
Möglich wurde die direkte Versorgung durch einen Liefervertrag mit dem Hamburger Infrastrukturinvestor MPC Capital. Dadurch entfällt die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz vollständig, was die Nutzung der Windenergie effizienter macht und gleichzeitig die lokale Netzbelastung im Werratal verringert.
Zwei Windkraftanlagen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen werden das Werk ab August mit Ökostrom versorgen. Gemeinsam verfügen sie über eine Leistung von 11,4 Megawatt. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des Strombedarfs des Werra-Standorts ab.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss des Windparks an die eigenen Anlagen. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Der vor Ort erzeugte Windstrom wird künftig direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen fließen.
Für das Unternehmen ist das Projekt ein Novum: Erstmals wird ein Teil eines Kalibergswerks mit erneuerbarer Energie betrieben – ganz ohne Rückgriff auf das öffentliche Netz. Bis zur vollständigen Klimaneutralität bleibt Erdgas vorerst eine Brückentechnologie. Das Vorhaben zeigt jedoch, wie Industrieunternehmen grüne Energie in ihre Prozesse integrieren können.
