Landkreistag warnt vor Energienot in ländlichen Regionen ohne weitere Hilfen
Dorit GierschnerLandkreistag warnt vor Energienot in ländlichen Regionen ohne weitere Hilfen
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), hat die Bundesregierung aufgefordert, die Unterstützung für Haushalte mit hohen Energiekosten zu verlängern. Ohne weitere Maßnahmen drohten vielen Menschen in ländlichen Regionen im Sommer und darüber hinaus erhebliche finanzielle Belastungen, warnte er.
Brötel betonte, dass die steigenden Sprit- und Energiepreise die Bewohner ländlicher Gebiete besonders hart treffen. Längere Arbeitswege und ein schlecht ausgebautes ÖPNV-Netz führten zu höheren Kosten, sodass zusätzliche Hilfen in manchen Fällen überlebenswichtig seien.
Als Entlastungsmaßnahmen schlug er unter anderem einen Treibstoffrabatt oder eine Erhöhung der Pendlerpauschale vor. Gleichzeitig bestand er darauf, dass Lösungen zügig und ohne politische Streitigkeiten innerhalb der Koalition umgesetzt werden müssten.
Gleiche Lebensverhältnisse in ganz Deutschland seien nur durch einen Ausgleich regionaler Unterschiede möglich, argumentierte Brötel. Zudem zeige die geopolitische Lage keine Anzeichen für sinkende Energiepreise, weshalb langfristige Planungen notwendig seien.
Vor allem forderte er die Regierung auf, sicherzustellen, dass die Hilfen auch bei den Menschen außerhalb der Großstädte ankommen, wo die finanzielle Not oft besonders groß ist.
Die Warnungen des DLT-Präsidenten unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Bezahlbarkeit von Energie – insbesondere in ländlichen Gemeinden. Ohne gezielte Entlastungen könnten viele Haushalte auch in den kommenden Monaten weiter unter den hohen Preisen leiden.






