Lidl wehrt sich gegen Vorwürfe: Warum der "sitzende Hase" keine Oster-Tradition bedroht
Rebekka LangernLidl wehrt sich gegen Vorwürfe: Warum der "sitzende Hase" keine Oster-Tradition bedroht
Eine aktuelle Debatte ist über die Bezeichnung von Schoko-Osterprodukten bei Lidl entbrannt. Kritiker warfen der Supermarktkette vor, das Wort "Ostern" zu meiden oder gar die Traditionen des Festes abschaffen zu wollen. Auslöser der Diskussion war ein Lidl-Prospekt, in dem statt eines "Osterhasen" ein "sitzender Hase mit Schleife" beworben wurde.
Das Unternehmen hat nun Stellung bezogen und betont, es gebe keinerlei Versuche, osterthematische Artikel umzubenennen oder zu verbieten. Der Streit begann, als ein Flyer von Lidl Österreich unter den saisonalen Schokoangeboten einen "sitzenden Hasen" aufführte. Manche deuteten dies als Versuch, Ostern herunterzuspielen – besonders, da im selben Prospekt auch Begriffe wie "Schoko-Hasen" oder "Osterhasen" zu finden waren. Sowohl Lidl Deutschland als auch Lidl Österreich versicherten jedoch, das Wort "Ostern" weiterhin selbstverständlich in ihrer Werbung zu verwenden.
Der Discounter erklärte, "sitzender Hase" sei seit Langem eine etablierte Produktbezeichnung, um zwischen verschiedenen Schoko-Hasenformen zu unterscheiden. Dieses Vorgehen ist nicht einzigartig: Auch Konkurrenten wie Aldi verkaufen ähnliche Artikel unter derselben Bezeichnung. Branchenüblich ist es, dass Hersteller alternative Namen wie "lustige Hasen", "Goldhasen" oder "Hohlfiguren" für unterschiedliche Schokoprodukte nutzen.
Eine Blindverkostungsliste aus dem Jahr 2024 zeigte zudem, dass Osterhasen je nach Marke unter vielfältigen Bezeichnungen angeboten werden. Lidl Österreich wies die Vorwürfe, Ostern abschaffen zu wollen, entschieden zurück und nannte die Anschuldigungen haltlos.
Die Verwendung von Begriffen wie "sitzender Hase" durch Lidl entspricht gängigen Branchenstandards und zielt nicht darauf ab, Ostern-Bezüge zu vermeiden. Der Supermarkt bekräftigte sein Bekenntnis zu traditionellen Festtagsartikeln und kündigte keine Änderungen für künftige Werbekampagnen an. Die Debatte zeigt, wie Produktbeschreibungen mitunter größere Diskussionen über kulturelle und kommerzielle Traditionen auslösen können.






