Mainz verlegt neue Abwasserleitung unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Dorit GierschnerMainz verlegt neue Abwasserleitung unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Großes Infrastrukturprojekt in Mainz: Neue Versorgungs- und Abwasserleitung unter dem Rhein
In Mainz beginnt ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben: Eine 220 Meter lange Versorgungs- und Abwasserleitung wird unter dem Rhein verlegt. Die Arbeiten starten am 11. Mai und markieren das erste Mal, dass der städtische Betriebsdienst Wirtschaftsbetrieb Mainz für ein solches Projekt das horizontale Richtbohrverfahren einsetzt. Ziel ist es, eine beschädigte Leitung zu ersetzen, die bisher nur provisorisch instand gesetzt wurde.
Die neue Leitung wird das Gebiet Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verbinden. Mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern wird sie in bis zu zehn Metern Tiefe unter dem Flussbett verlegt. Um sie vor Beschädigungen zu schützen und zukünftige Wartungsarbeiten zu erleichtern, wird die Leitung in ein Schutzrohr eingebettet.
Der Einbau erfolgt in drei Hauptschritten: Zunächst wird eine Pilotbohrung unter dem Rhein vorgenommen. Anschließend wird diese Bohrung erweitert, um Platz für die Leitung zu schaffen. Schließlich wird die Leitung durch den erweiterten Kanal gezogen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist bis Ende August 2026 geplant.
Die Entscheidung für den Austausch der bestehenden Leitung folgte nach wiederholten Schäden, die bisher nur durch Notreparaturen behoben worden waren. Das neue System soll eine langlebigere und zuverlässigere Lösung für die Abwasserentsorgung der Stadt bieten.
Sobald die Leitung in Betrieb ist, wird sie die Stabilität des Mainzer Abwassernetzes verbessern. Durch den Einsatz des horizontalen Richtbohrverfahrens werden im Vergleich zu herkömmlichen Methoden weniger Beeinträchtigungen verursacht. Anwohner und Unternehmen in den betroffenen Gebieten profitieren von einer sichereren und nachhaltigeren Infrastruktur.






