30 April 2026, 06:14

Ökonomen warnen: Deutschlands Schuldenpolitik gefährdet künftige Generationen

Plakat mit Text und Logo, das besagt, dass Amerikaner jährlich durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung zur Reduzierung von Überziehungs- und Rücklastschriftgebühren 5,5 Milliarden Dollar sparen.

Ökonomen warnen: Deutschlands Schuldenpolitik gefährdet künftige Generationen

Deutschlands Bundeshaushalt steht in der scharfen Kritik führender Ökonomen. Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen, bezeichnete die aktuelle Finanzlage als "alles andere als solide". Gemeinsam mit der Expertin Emilie Höslinger warnt er vor steigenden Schulden und verschleppten Reformen.

Peichl forderte eine sofortige Überprüfung aller Staatsausgaben und Subventionen. Er mahnte, dass die ständige Neuverschuldung die Zinslast in die Höhe treibe und so den Spielraum für künftige Haushalte einenge. Um die Belastung zu verringern, schlug er höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie eine neue Abgabe auf zuckerhaltige Produkte vor. Die Mehreinnahmen sollten seiner Ansicht nach in Präventionsprogramme fließen – und nicht dazu dienen, kurzfristige Haushaltslücken zu stopfen.

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Höslinger, die am Ifo-Zentrum für Makroökonomie und Umfragen forscht, teilte diese Bedenken. Sie kritisierte, die aktuelle Schuldenbremse sei zu lasch und ermögliche durch Schlupflöcher eine übermäßige Kreditaufnahme. Ohne strengere Reformen, so ihre Warnung, würden die explodierenden Zinskosten vor allem jüngere Steuerzahler belasten.

Beide Ökonomen sind sich einig: Die Regierung muss jetzt handeln. Während Peichl auf die Besteuerung ungesunder Produkte setzt, plädiert Höslinger für schärfere Haushaltsregeln. Ihre Appelle unterstreichen den wachsenden Druck auf die finanzielle Stabilität Deutschlands.

Die Kritik zielt auf zwei zentrale Probleme: die unhaltbare Schuldenpolitik und mangelnde Haushaltsdisziplin. Bleiben Reformen weiter aus, werden die Zinslasten steigen – und künftige Generationen könnten mit einer höheren Steuerlast konfrontiert sein. Die Regierung sieht sich nun mit Forderungen konfrontiert, die Ausgabenregeln zu verschärfen und neue Einnahmequellen zu erschließen.

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