Schwan blockiert Bahnstrecke und löst Reisechaos in Mecklenburg aus
Dorit GierschnerSchwan blockiert Bahnstrecke und löst Reisechaos in Mecklenburg aus
Ein Schwan sorgte diese Woche für unerwartete Behinderungen auf einer deutschen Bahnstrecke. Das Tier wurde auf den Gleisen zwischen Bad Kleinen und Ventilstov gesichtet und zwang die Behörden dazu, den Personenverkehr einzustellen. Polizei und Bahnmitarbeiter griffen ein, um die ungewöhnliche Situation zu bereinigen.
Der Vorfall begann, als Mitarbeiter der Deutschen Bahn den Schwan bemerkt hatten, der die Strecke blockierte. Besorgt um seine Sicherheit informierten sie die örtliche Polizei, die bestätigte, dass das Tier unverletzt war, sich aber weigerte, den Platz zu räumen. Vorsorglich setzte der Bahnbetreiber den gesamten Personenverkehr auf dem betroffenen Abschnitt aus.
Zwei planmäßige Züge fielen aus, und die Verspätungen im Netz summierten sich auf insgesamt 142 Minuten. Schließlich näherten sich die Mitarbeiter dem Schwan, der gelassen die Gleise verließ und zu einem nahegelegenen Teich flog. Die Deutsche Bahn hob daraufhin die Sperrungen auf, sodass der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte.
Solche Begegnungen mit Wildtieren sind selten, aber nicht unbekannt. In den vergangenen fünf Jahren haben die Deutsche Bahn und Medienberichte etwa 15 bis 20 Vorfälle mit Wildtieren wie Wildschweinen, Hirschen und Füchsen auf deutschen Bahnstrecken dokumentiert. Offizielle bundesweite Statistiken gibt es jedoch nicht, sodass die genauen Zahlen unklar bleiben.
Die kurze Besetzung der Gleise durch den Schwan führte zu vorübergehendem Reisechaos. Sobald das Tier sicher umgesiedelt war, normalisierte sich der Betrieb wieder. Zwar bleiben tierbedingte Störungen selten, doch dieser Vorfall zeigt, wie Wildtiere gelegentlich den Bahnverkehr beeinträchtigen können.






