Schwere Kritik an Bundesregierung: Familienunternehmen fühlen sich im Stich gelassen
Rebekka LangernSchwere Kritik an Bundesregierung: Familienunternehmen fühlen sich im Stich gelassen
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, die deutsche Wirtschaft schwächele zunehmend – und gefährde damit das exportgetriebene Modell des Landes. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Frustration unter Unternehmensführern wider, deren Erwartungen enttäuscht wurden und die sich mit verschlechterten Rahmenbedingungen konfrontiert sehen.
Die Stiftung, die über 600 mittelständische und große Familienunternehmen vertritt, hatte gehofft, die Koalition würde die Wirtschaftspolitik verbessern. Doch stattdessen habe die Regierung ihre Versprechen nicht eingelöst, so Kirchdörfer. Er betonte, dass Familienbetriebe stabile und vernünftige Regeln bräuchten, um erfolgreich zu sein. Die aktuelle Politik treibe sie jedoch dazu, Gewinne im Ausland zu suchen, statt im Inland zu investieren.
Kirchdörfer verwies zudem auf übergeordnete Herausforderungen: Die USA schüren durch die Aushöhlung des regelbasierten Handels Unsicherheit, während sich die europäische Führung in Bürokratie verstrickt. Fortschritte bei der Entflechtung von Vorschriften oder der Kürzung staatlicher Ausgaben seien kaum erkennbar – was die Unternehmen zusätzlich belaste.
Das Vorstandsmitglied machte deutlich: Scheitern sei für die Regierung keine Option mehr. Ohne spürbare Kurskorrekturen drohe Deutschlands Position als führende Exportnation weiter zu erodieren.
Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der Familienunternehmen zunehmend unter Druck geraten, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern. Kirchdörfers Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit von Politikwechseln, die heimische Investitionen fördern und bürokratische Hürden abbauen. Ohne Gegensteuer, warnt die Stiftung, werde die wirtschaftliche Basis des Landes weiter schwächen.






