Spritpreise auf Rekordniveau: Schweitzer kritisiert Bundesregierung vor Landtagswahl
Rebekka LangernSchweitzer: Maßnahmen zur Drosselung von Kraftstoffpreisen fallen kurz - Spritpreise auf Rekordniveau: Schweitzer kritisiert Bundesregierung vor Landtagswahl
Die Spritpreise in Deutschland sind bis Mitte März 2026 auf fast Rekordniveau gestiegen und liegen bei etwa 2,08 Euro pro Liter für Super E10. Der starke Anstieg, angetrieben durch die Spannungen im Nahen Osten, hat scharfe Kritik von Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ausgelöst, der die Reaktion der Bundesregierung als unzureichend bezeichnet.
Die Preise begannen bereits im Februar zu klettern und stiegen innerhalb weniger Wochen von 1,76 Euro auf über 2,08 Euro pro Liter. Deutschland gehört damit zu den teuersten Spritmärkten in der EU, auch wenn ein direkter Vergleich mit den Nachbarländern schwierig bleibt.
Schweitzer warf dem von der CDU geführten Bundeswirtschaftsministerium vor, nicht schnell genug gehandelt zu haben. Besonders betroffen von den Verzögerungen seien Pendler und kleine Unternehmen, für die keine spürbare Entlastung in Sicht sei. Zudem kritisierte der Ministerpräsident, dass das Ministerium die Interessen der Ölkonzerne über den Verbraucherschutz stelle.
Seine Äußerungen fallen kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an diesem Sonntag, bei der Umfragen ein enges Rennen zwischen SPD und CDU zeigen. Schweitzer griff zudem die Praxis der CDU an, Sonderurlaub für Beamte zu gewähren, und forderte, dass bei Reformen einheitliche Regeln für alle Parteien gelten müssten.
Grundsätzlich sei er zwar zu Gesprächen über die Beamtenregelungen bereit, bestehe aber darauf, dass mögliche Änderungen für alle gleichermaßen gelten.
Angesichts weiter steigender Spritpreise unterstreicht Schweitzers Kritik die wachsende Unzufriedenheit mit der Krisenbewältigung der Bundesregierung. Die anstehende Wahl in Rheinland-Pfalz könnte zeigen, wie die Wähler die Wirtschaftspolitik von SPD und CDU bewerten.






