Vom königlichen Fest zum Weltereignis: Die Geschichte des Oktoberfests
Dorit GierschnerVom königlichen Fest zum Weltereignis: Die Geschichte des Oktoberfests
Das Oktoberfest begann vor über 200 Jahren mit einer königlichen Hochzeit. Was einst als ein regionales bayerisches Fest startete, hat sich seitdem zum größten Volksfest der Welt entwickelt. Heute zieht es jedes Jahr Millionen Besucher nach München.
Das Fest fand erstmals 1810 statt – anlässlich der Vermählung des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Auf der Münchner Theresienwiese, die dem Fest seinen ursprünglichen Namen gab, standen zunächst Pferderennen im Mittelpunkt, die schnell bei der Bevölkerung beliebt wurden. Bereits 1818 erweiterten die Veranstalter das Programm um Karussells und andere Fahrgeschäfte, wodurch sich das Fest zu einem umfassenden Volksfest wandelte.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs das Oktoberfest weiter. Große Bierzelte wurden eingeführt, in denen tausende Gäste Platz fanden. Der Ruf des Festes verbreitete sich über Deutschlands Grenzen hinaus und lockte gegen Ende des Jahrhunderts bereits internationale Besucher an. Heute, besser bekannt als die "Wiesn", bleibt es tief in der bayerischen Tradition verwurzelt und heißt gleichzeitig Menschen aus aller Welt willkommen.
Heute dauert das Fest 16 Tage, in der Regel von Ende September bis Anfang Oktober. Die Ausgabe 2026 ist beispielsweise vom 19. September bis zum 4. Oktober geplant. Im Münchner Stadtarchiv werden seltene historische Fotos aufbewahrt, die die lange und lebendige Geschichte des Festes dokumentieren.
Das Oktoberfest trägt nach wie vor den Titel des größten Bierfestes der Welt. Jährlich versammelt es Millionen Besucher, die gemeinsam Musik, kulinarische Köstlichkeiten und bayerische Kultur erleben. Trotz seines weltweiten Ruhms bleibt das Fest seinen Wurzeln treu – als Feier der lokalen Tradition.






