11 May 2026, 02:15

VW drosselt E-Auto-Produktion in Zwickau – Minister setzt auf China-Kooperation

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit begleitendem Text zeigt.

VW drosselt E-Auto-Produktion in Zwickau – Minister setzt auf China-Kooperation

VWs Werk in Zwickau: Elektroauto-Produktion wird gedrosselt – sächsischer Wirtschaftsminister schlägt Kooperation mit China vor

Das Volkswagen-Werk in Zwickau, das seit 2019 ausschließlich Elektrofahrzeuge produziert, steht vor Produktionskürzungen aufgrund einer schwächeren Nachfrage nach den ID-Modellen als erwartet. Die Abschwächung wirft Fragen zur Jobicherheit der 10.000 direkt Beschäftigten sowie weiterer 30.000 Arbeitsplätze auf, die indirekt mit dem Standort verbunden sind.

Als Lösung für die Krise hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (parteilos) einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: eine Partnerschaft mit chinesischen Elektroauto-Herstellern, um die ungenutzten Kapazitäten der Fabrik besser auszulasten.

Die Anlage in Zwickau wurde 2019 zum ersten rein elektrischen Pkw-Werk des Konzerns umgebaut. Doch die Nachfrage nach den dort gefertigten ID-Modellen blieb hinter den Erwartungen zurück, sodass Volkswagen die Produktion zurückfahren musste. In der Folge verschob der Konzern die geplante Eingliederung des Werks in die Volkswagen AG, die ursprünglich zum 1. Januar 2027 vorgesehen war.

Panter regt nun ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Automobilhersteller an, um die Lücke zu schließen. Er betonte, China habe sich zu einem zentralen Akteur in der Elektromobilität entwickelt, treibe Innovationen voran und führe in vielen Bereichen der E-Mobilität die Entwicklung an. Eine solche Kooperation könnte seiner Ansicht nach die Zukunft des Standorts sichern und Arbeitsplätze erhalten.

Gleichzeitig machte der Minister deutlich, dass eine Zusammenarbeit nur unter klaren europäischen Regeln und Standards möglich wäre. Ohne diese Rahmenbedingungen sei ein Joint Venture nicht umsetzbar. Ziel des Vorhabens ist es, die Produktionslinien des Werks effizienter zu nutzen und gleichzeitig langfristige Stabilität für die Belegschaft zu gewährleisten.

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Am Standort Zwickau arbeiten rund 10.000 Menschen direkt, weitere 30.000 Jobs hängen indirekt von der Produktion ab. Sollte die vorgeschlagene Partnerschaft mit einem chinesischen Hersteller Realität werden, könnte dies helfen, das Produktionsniveau zu halten und Beschäftigung zu sichern. Eine endgültige Entscheidung über den Plan steht bei Volkswagen jedoch noch aus.

Quelle