Berlin plant 8-Milliarden-Sanierung seiner maroden Hochschulgebäude bis 2046
Dorit GierschnerBerlin plant 8-Milliarden-Sanierung seiner maroden Hochschulgebäude bis 2046
Berlins Hochschulen stehen vor umfassenden Sanierungen, nachdem der Senat Pläne für die Gründung einer neuen Baugesellschaft gebilligt hat. Mit dem Schritt soll ein Reparaturstau von 8 Milliarden Euro in 450 landeseigenen Gebäuden abgebaut werden. Eine Abstimmung im Abgeordnetenhaus wird noch vor der Sommerpause erwartet.
Die elf staatlichen Universitäten nutzen rund 1,2 Millionen Quadratmeter Fläche, von denen große Teile dringend sanierungsbedürftig sind. Insgesamt sind 389 Projekte geplant, davon 240 direkt zur Behebung des Instandhaltungsrückstaus. Die Finanzierung soll über Kredite und Mieteinnahmen erfolgen; der Senat stellt jährlich etwa 300 Millionen Euro für Mietzahlungen bereit.
Die neue Gesellschaft, die Berliner Hochschulbaugesellschaft (BHG), übernimmt künftig die Verantwortung für alle größeren Bau- und Instandhaltungsvorhaben. Dieses zentralisierte Modell löst das bisherige System ab, bei dem die Planung auf verschiedene Behörden verteilt war. Die Hochschulen erhalten Mitspracherechte und sind im Aufsichtsrat der BHG vertreten.
Laut dem neuen Konzept werden zwischen 220,3 Millionen und 298,6 Millionen Euro jährlich von 2032 bis 2046 investiert. Die Hochschulleitungen hatten auf gesicherte Mitbestimmungsrechte gedrängt, um sicherzustellen, dass es keine externen Eingriffe in ihre langfristige Planung gibt.
Das Gesetz tritt in Kraft, sobald das Abgeordnetenhaus zustimmt. Die Reform verspricht schnellere Sanierungen und mehr Transparenz. Die Hochschulen behalten Einfluss auf ihre eigene Entwicklung, profitieren gleichzeitig aber von einem effizienteren System.






