Mainzer Fastnacht 2026 bricht Traditionen – mit scharfem Trump-Spott und erster Protokollführerin

Vesna Döhn
Vesna Döhn
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Ein Plakat, das ein Festival in München ankündigt und ein Gemälde einer Frau mit menschlichem Gesicht zeigt, umgeben von anderen Menschen und Bäumen.Vesna Döhn

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Fastnacht 2026 bricht Traditionen – mit scharfem Trump-Spott und erster Protokollführerin

Die Mainzer Fastnachtsrevue 2026 "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bricht mit einer fast 200-jährigen Tradition: Erstmals übernimmt mit Christina Grom eine Frau die Rolle der Protokollführerin. Mit beißendem politischen Spott nimmt sie dabei Persönlichkeiten wie Bundeskanzler Friedrich Merz und Donald Trump, den ehemaligen US-Präsidenten, aufs Korn. Parallel feiert Jürgen Wiesmann sein 25-jähriges Jubiläum als beliebte Karnevalsfigur Ernst Lustig.

Die Revue bleibt ihrem Markenzeichen treu – der politischen Satire – und setzt in diesem Jahr noch pointierter nach. Groms Auftritte verspotten nicht nur Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, sondern auch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, den sie als "Stürmischen Donald" karikiert. Ihre Angriffe gelten autoritären Tendenzen, während sie demokratische Werte verteidigt. Selbst der Himmel wird einbezogen: Entweder solle Trump "etwas Verstand" geschenkt oder mit einer Bibel beworfen werden – eine Anspielung auf den Mainzer Johannes Gutenberg und seine Druckerpresse.

Andreas Schmitt, seit 1976 fester Bestandteil der Veranstaltung, kehrt nach einer gesundheitsbedingten Pause 2025 als Moderator zurück. Als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms beschließt er die Show und übermittelt Papst Leo XIV. die besten Wünsche für mehr Gleichberechtigung in der katholischen Kirche. Die Themen der Revue knüpfen an frühere Ausgaben an, in denen Kirchenkritik – einst sogar von Kardinal Lehmann geduldet – und die Ablehnung rechtsextremer Strömungen wie der AfD im Mittelpunkt standen.

Mit Jürgen Wiesmanns 25. Auftritt als Ernst Lustig erhält das diesjährige Programm einen vertrauten Akzent. Die Revue bleibt eine Bühne für frechen Humor, der lokalen Stolz mit globaler politischer Kommentierung verbindet.

Die Ausgabe 2026 markiert mit Groms Führung einen historischen Wandel, ohne dabei die Wurzeln zu verleugnen. Die Mischung aus Satire, Tradition und dem Plädoyer für Demokratie kommt beim Publikum an. Die Veranstalter betonen die anhaltende Bedeutung der Revue als kulturellen und politischen Gradmesser in Deutschland.

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