NRW-Minister kehren Verbrennern den Rücken – warum Elektroautos im Kabinett scheitern

Dorit Gierschner
Dorit Gierschner
2 Min.
Ein Mann im Rollstuhl mit einem großen Motor am Rücken, umgeben von Fahrzeugen auf einer Straße, trägt eine schwarze Jacke und eine Mütze, hält ein Objekt in der Hand, mit Bäumen, Gebäuden und Pfählen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.Dorit Gierschner

E-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister kehren Verbrennern den Rücken – warum Elektroautos im Kabinett scheitern

In der nordrhein-westfälischen Landesregierung steigen immer mehr Minister für Dienstfahrten von Elektro- auf Verbrennerfahrzeuge um. Hintergrund sind praktische Bedenken hinsichtlich Reichweite und Verfügbarkeit – mehrere hochrangige Politiker entschieden sich in den letzten Monaten für Diesel- oder Benzinmodelle.

Einer der jüngsten Fälle betrifft Finanzminister Marcus Optendrenk, der seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Diesel-Audi A8 L 50 TDI Quattro tauschte, nachdem er auf langen Strecken mit Problemen konfrontiert war.

Optendrinks Wechsel spiegelt einen allgemeinen Trend im Kabinett wider. Sein ehemaliges Dienstfahrzeug, der BMW i7, soll bei ausgedehnten Fahrten mit der begrenzten Reichweite kämpfen. Aktuell setzen nur noch sieben Minister – Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen – auf rein elektrische oder Hybridfahrzeuge.

Auch andere Regierungsmitglieder folgten diesem Beispiel: Bauministerin Ina Scharrenbach stieg kürzlich auf ein Dieselfahrzeug um und begründete dies mit praktischen Erwägungen. Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Europaminister Nathanael Liminski nutzen ebenfalls Dieselmodelle für dienstliche Fahrten.

An der Spitze der Landesregierung bleiben Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul weiterhin in gepanzerten Dienstlimousinen unterwegs – diese Sicherheitsfahrzeuge sind derzeit ausschließlich mit Verbrennermotoren erhältlich.

Der Trend könnte sich fortsetzen, da in den kommenden Monaten mehrere Leasingverträge für Dienstwagen auslaufen. Einige Minister haben bereits neue Elektrofahrzeuge bestellt, während mindestens ein Ressortchef stattdessen erneut ein Dieselfahrzeug gewählt hat.

Der Rückgang der E-Autos im Kabinett unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei Reichweite und Ladeinfrastruktur. Mit nur noch sieben Ministern, die auf elektrische oder hybride Modelle setzen, vollzieht die Regierungsflotte eine Rückkehr zu klassischen Antrieben. Die endgültigen Entscheidungen über die Neuanschaffungen werden sich zeigen, sobald die bestehenden Leasingverträge in Kürze auslaufen.

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