Niedersachsens ländliche Regionen leiden unter akutem Ärztemangel – doch die Lösungen bleiben unzureichend
"Wut im Bauch" - wo der Mangel an Ärzten in Niedersachsen für Frust sorgt - Niedersachsens ländliche Regionen leiden unter akutem Ärztemangel – doch die Lösungen bleiben unzureichend
Niedersachsen kämpft mit massivem Ärztemangel – besonders auf dem Land
In Niedersachsen verschärft sich der Ärztemangel dramatisch, vor allem in ländlichen Regionen. Patienten müssen weite Strecken zurücklegen oder monatelang auf Termine warten, während Hundertschaft Hausarztstellen unbesetzt bleiben. Die Landesregierung hat nun Pläne angekündigt, die medizinische Ausbildung auszubauen – doch Experten warnen, dass weitaus mehr nötig ist, um die Krise zu bewältigen.
Besonders prekär ist die Situation außerhalb der Städte. In Weener behandelt der Dermatologe Bernd Brinker Patienten, die bis zu 80 Kilometer für eine Sprechstunde anreisen. Viele ländliche Gemeinden haben überhaupt keinen Arzt vor Ort. Der Hausarzt Holger Plochg aus Bunde erlebt seit 1997 einen massiven Anstieg der Patientenzahlen: Mittlerweile versorgt er alle drei Monate rund 3.000 Menschen – dreimal so viele wie zu Beginn seiner Tätigkeit.
Aktuell bietet Niedersachsen nur zehn Medizinstudienplätze pro 100.000 Einwohner an – die wenigsten aller Bundesländer mit Ausnahme von Bremen und Brandenburg. Ab 2026/2027 sollen zwar 80 zusätzliche Ausbildungsplätze in der Region geschaffen werden, die zu den bereits 120 am Universitätsklinikum Oldenburg hinzukommen. Doch Dr. Holger Plochg, ein führender Verfechter der Reform, schätzt, dass Deutschland insgesamt 4.000 bis 5.000 weitere Studienplätze bräuchte, um den Bedarf zu decken.
Der Zehn-Punkte-Plan der Landesregierung sieht unter anderem ein Landarztquotum vor: Künftig sollen jährlich 60 Plätze für Studierende reserviert werden, die sich verpflichten, mindestens ein Jahrzehnt als Hausärzte in unterversorgten Gebieten zu arbeiten. Plochg fordert zudem einen schnelleren Ausbau der medizinischen Ausbildung über die großen Unikliniken hinaus und plädiert für neue Programme in mittelgroßen Städten. Doch mit 447 offenen Hausarztstellen allein im Dezember 2023 bleibt die Herausforderung gewaltig. Junge Ärzte entscheiden sich überwiegend für Praxen in der Stadt, während ländliche Regionen noch stärker unterversorgt bleiben.
Die neuen Maßnahmen sollen bis 2026 zwar 80 zusätzliche Ausbildungsplätze bringen, kombiniert mit dem Landarztquotum. Angesichts Hundertschaft unbesetzter Stellen und steigender Patientenzahlen bleibt die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage jedoch groß. Ohne weiteren Ausbau werden viele Gemeinden auch künftig mit langen Wartezeiten und weiten Anfahrtswegen für grundlegende medizinische Versorgung konfrontiert sein.
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